05. August 2016
In der Regel wird bei Nierenkrebs eine Operation durchgeführt. Darüber hinaus gibt es mittlerweise weitere Möglichkeiten wie zielgerichtete Medikamente und die Immuntherapie.
 30. April 2015
Die Therapie der Wahl bei Nierenkrebs ist die Operation. Bei fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen kommen zudem zielgerichtete Therapien zum Einsatz.
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Ihr Ratgeber Nierenkrebs
Nierenkrebs befällt in den meisten Fällen nur eine Niere. Das Nierenzellkarzinom ist mit etwa 95 Prozent die häufigste Art von Nierenkrebs.
Was ist Nierenkrebs

Was ist Nierenkrebs?

Nierenkrebs ist ein Sammelbegriff für maligne (bösartige) Wucherungen in der Niere. In etwa 95 Prozent der Fälle von Nierenkrebs handelt es sich um ein sogenanntes Nierenzellkarzinom, welches durch entartete Zellen der Harnkanälchen in der Niere entsteht.

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts werden in Deutschland jährlich 15.000 Neuerkrankungen diagnostiziert, wobei sich die Anzahl in etwa zwei Drittel männliche und ein Drittel weibliche Patienten unterteilt. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 68, bei Frauen bei 72 Jahren.

Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom ist die häufigste Art von Nierenkrebs und wird auch als Nierenkrebs im engeren Sinne gesehen. Wie bei anderen Krebsarten auch, entsteht das Karzinom, also die Krebsgeschwulst, aus einer unkontrollierten Zellteilung. In der Niere sind meist die Zellen aus den Harnkanälchen, dem sogenannten Tubulussystem, betroffen. Warum eben diese Zellen entarten und zu wuchern beginnen, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden.

NierenkrebsMediziner unterscheiden unterschiedliche Arten des Nierenzellkarzinoms danach, in welchem Gewebe das bösartige Zellwachstum entsteht. Das sogenannte klarzellige Nierenzellkarzinom tritt mit etwa 80 Prozent am häufigsten auf. Bei ca. 15 Prozent der Patienten wird ein papilläres, bei knapp fünf Prozent ein chromophobes Nierenzellkarzinom diagnostiziert. Das Ductus-Bellini-Karzinom, was auch als Sammelzellkarzinom bezeichnet wird, ist eine besonders bösartige Form von Nierenzellkrebs, die sich rasch ausbreitet, aber in der Regel sehr selten vorkommt.

Diese Arten von Nierenkrebs betreffen fast immer nur eine Niere, ein beidseitiges Auftreten kommt nur bei etwa zwei Prozent der Betroffenen vor. Meist beginnen die Zellentartungen im unteren Teil der Niere, der in Richtung Becken weist. Warum vor allem dieser untere Bereich der Niere überdurchschnittlich häufig betroffen ist, bleibt bis heute unklar.

Nierenbeckenkarzinom

Unter den Begriff Nierenkrebs fallen auch die sogenannten Nierenbeckenkarzinome. Die Zellwucherungen entstehen hier in den Schleimhäuten des ableitenden Harntrakts, insbesondere Nierenbecken, Harnleiter und Blase, und nicht in der Niere selbst. Diese Unterscheidung zu anderen Formen von Nierenkrebs kann vor allem für die therapeutischen Maßnahmen entscheidend sein. Bei einem Nierenbeckenkarzinom greifen häufig die Empfehlungen der Therapie zum Harnblasenkrebs.

Weitere Arten von Nierenkrebs

Bösartige Zellveränderungen in der Niere müssen nicht immer aus der Niere selbst entspringen. In seltenen Fällen kann Nierenkrebs auch eine metastasierte Form einer anderen Krebsart wie zum Beispiel Lungen- oder auch Brustkrebs sein.

Bei etwa fünf Prozent der Diagnosen von verändertem Zellmaterial in der Niere handelt es sich um gutartige Nierentumoren. Diese Arten von Zellmutationen weisen zunächst dieselbe Charakteristik wie maligne Veränderungen auf, sind jedoch in der Regel ungefährlich. Dazu gehören zum Beispiel sogenannte Angiomyolipome, Angiome, Fibrome, Neurofibrome, Leiomyome, Onkozytome oder Rhabdomyome. Ob eine Wucherung in der Niere gut- oder bösartig ist, kann nur mittels Gewebeprobe eindeutig festgestellt werden.

Sabrina Mandel

 05. August 2016
In der Regel wird bei Nierenkrebs eine Operation durchgeführt. Darüber hinaus gibt es mittlerweise weitere Möglichkeiten wie zielgerichtete Medikamente und die Immuntherapie.
 30. April 2015
Die Therapie der Wahl bei Nierenkrebs ist die Operation. Bei fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen kommen zudem zielgerichtete Therapien zum Einsatz.